Die Löws – Eine jüdische Familiensaga in Deutschland

Gesamtausgabe 2020 des Jahrhundertwerks von Ruth Weiss – mit dem abschließenden 7. Band als Kurzroman gratis im Schuber

Die rechtzeitig zu „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ erschienende Romanreihe „Die Löws“ erzählt die Geschichte einer jüdischen Familie vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Beginnend mit Daniel Löw, einem der vielen armen Juden in der Zeit unmittelbar nach dem Dreißigjährigen Krieg, werden die Leser*innen bewegt von persönlichen Schicksalen dieser Familie und erfahren viel Nachdenkenswertes über die Entwicklung des deutschen Judentums bis ins 19. und 20. Jahrhundert und die heutige Zeit.

„Die Gründung einer Bank von einem Nachkommen des Daniel Löw, und deren europaweite Vernetzung, die durch die weitverzweigten und grenzüberschreitenden Familienstrukturen ermöglicht wird, stehen beispielhaft für den Aufstieg deutscher Juden. Gleichzeitig sind diese, von der Welt der deutschen Kultur und Literatur angezogen, mehr und mehr in die bürgerliche Gesellschaft integriert, obwohl doch auch immer wieder mit Vorurteilen und Ausgrenzung konfrontiert“…Mit der Familie Löw durchleben und überkommen wir den Horror der Nazizeit und finden Ueberlebende der Familie im ‚Nachwort‘ des 21. Jahrhunderts, dem 7. und abschliessenden Kurzband ‚Die Mischpoche‘. Mehr erfahren hier in der Kurzbeschreibung, die uns die Literaturexpertin Dagmar Wolf zur Verfügung stellte.

„Ruth Weiss erzählt als Chronistin, interessant und unterhaltend, ohne dass Geschichte jemals zur Kulisse verkommt. Die Form der Familiensaga mit Anleihen bei verschiedenen Genres (Abenteuerroman, Krimi bis hin zu Spionagestory) ermöglicht ihr, in populärer Form, jedoch historisch fundiert, jüdisches Leben über mehr als drei Jahrhunderte nachzuzeichnen….Ruth Weiss ist inzwischen 96 Jahre alt, wird aber nicht müßig, vor einem wieder gewalttätiger werdenden  Antisemitismus zu warnen….“ Dagmar Wolf in AMOS 2/21 und einführend zur Bochumer Lesung am 1.7.2021 .

Weitere Rezensionen zu einzelnen Bänden dieser zeitgeschichtlich hochinteressanten Romanreihe, die auch einzeln gelesen abgeschlossene und bewegende Geschichten darstellen, finden Sie jeweils unter den weiter unten auf der Bücherseite auch getrennt aufgelisteten Büchern.

Ruth Weiss, Die Löws , 1230 Seiten in 7 Bänden, Verlag Edition AV , ISBN 978-3-86841-269-7

Band 1                    Der Judenweg, Seiten 207, ISBN 978-3-86841-218-5

Der Judenweg. Um dem verhassten Leibzoll bei Grenzübergängen zu entgehen, benutzten Juden im 17. Jahrhundert verschlungene Pfade, die Judenwege. Der junge Daniel trotzt der Gesellschaft und gründet eine Diebesbande. Eine Ehe mit der Witwe eines Hoffaktors katapultiert ihn in die jüdische Elite. Er adoptiert die Zwillingssöhne und Tochter seiner Frau, mit der er auch eine eigene Tochter Esther hat.

Band 2                    Die Nottaufe, Seiten 203, ISBN 978-3-86841-242-0

Die Nottaufe. Im 18. Jahrhundert sind die Nachkommen Daniel Löws gut etabliert. Sein Enkel, der Arzt Menachem Löw, steht im Mittelpunkt des 2. Bandes, sowie dessen jüngste Schwester Hanna und die fatalen Folgen einer Nottaufe.

Band 3                    Der Aufstieg, Seiten 240, ISBN 978-3-86841-169-0

Der Aufstieg. Mitte des 18. Jahrhunderts endet die Zeit der Hoffaktoren, sodass Uri Löw, ein Nachkomme des Daniel Löw, eine Bank gründet, die durch seine Kinder und deren Ehen mit ähnlichen Unternehmen europaweit vernetzt ist. Im Rahmen der Entwicklung des deutschen Judentums im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Bank. Orpa, Tochter des Bankiers Adam Löw zieht die Welt der deutschen Kultur und Literatur an. Ihr Neffe Simeon erlebt den Aufstieg der Bank, der deutschen Juden und 1871 die Gleichberechtigung, aber seine politischen Hoffnungen bleiben unerfüllt.

Band 4                    Der Niedergang, Seiten 214, ISBN 978-3-86841-170-6

Der Niedergang. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehören Löws zum deutschen Wirtschafts- und Gesellschaftsleben und begleiten die Industrialisierung des Landes. Gleichzeitig entwickelt sich eine neue Art Anti-Judaismus, den ein Journalist Antisemitismus betitelt. Simeons Sohn Aaron, der 1870/1 schwer verletzt wurde, gründete auf dem Familiengut ein Kinderheim für Hörgeschädigte und Blinde. Im Ersten der Weltkriege kämpfen auch junge Löws, mehrere verlieren ihr Leben, darunter zwei Söhne des Bankiers Paul Löw. Die Schatten der Nachkriegszeit lasten auf der Familie. Bereits 1933 muss Paul ein Aktionärstreffen wegen der Arisierung der Bank –  gleichzeitig ein Familientreffen- abhalten. Die ersten Löws verlassen das Land.

Band 5                    Schwere Prüfung, Seiten 222, ISBN  978-3-86841-171-3

Schwere Prüfung.  Ausgrenzung, Auswanderung, Zerstreuung, Inhaftierung in KZs, Versteck im besetzten Holland gehört zum Tagesverlauf der Löws. Ein Bruder des Bankiers Paul Löw nimmt sich das Leben, nachdem sich seine christliche Frau scheiden ließ, für die er zum Chistentum konvertiert war; ein Enkel Pauls kommt in ein Moorlager, dessen Schwester Melanie lebt heimlich in einer Mischehe. Die Heimkinder werden im Zug des Euthanasieprogramms ermordet. Paul wird, wie andere, am 9. 11.1938 ins KZ verschleppt. Das Familienleben in Deutschland ist beendet, aber in Israel kommen sie in den 50er Jahren zusammen, die Überlebenden, Emigranten, Nachkommen.

Band 6                    Nachspiel, Seiten 315, ISBN  978-3-86841-172-0

Nachspiel. Nachdem 2013 ein Brand in der Wannseevilla ausbrach, die Philippa – Pippa –  Weber, Tochter des Rechtsanwalts Rupert Weber unerwartet von Lore Löw geerbt hatte, findet sie Dokumente dieser Verwandten. Lore Löw war die Gattin Manfred Löws gewesen, Sohn des Adolf Löw, der Suizid beging, Bruder des Bankiers Paul Löw. Manfreds Schwester war Pippas Urgroßmutter. Während Pippa sich mit der tragischen Lebensgeschichte befasst, wird die Asylantin Minoo Laith ermordet. Die Ermittlungen, die auf Islamisten und Neo-Nazis hinweisen, führen einige der Nachkommen der Löws zusammen.

Band 7                    Die Mischpoche, Seiten 79, ISBN  978-3-86841-266-6

Nachwort und Band 7, Kurzroman, dem Schuber gratis beigelegt:

Der Arzt Adam Löw und seine Gattin Jana hatten dank Philippa Weber vom Familienzweig der christlichen Löws zu dieser und zu den israelischen Löws gefunden. Zusammen erfahren  sie die Geschichte von Adams Großvater, des Musikers Matthias. Dieser hatte im 1. Weltkrieg gekämpft und hatte dank seiner Gattin, der einstigen Nonne Antonia, die Nazizeit überlebt.  

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