Ruth Weiss sprach am 5.7.2022 im Gerichtssaal der Nürnberger Prozesse über Hass in der Gesellschaft

– Eindrucksvolle Worte an einem denkwürdigen Ort –

Ja,  Ruth Weiss ist erneut ‚auf Tour‘ – mit Lutz Kliche traf sie bereits  Schülergruppen in zwei Hagener Gesamtschulen, die vor dem Ende des Schuljahres noch mit voller Konzentration mit ihr über Rassismus und die Bekämpfung von Vorurteilen diskutierten. Die folgende Lesung im Elisabethen Gymnasium Frankfurt hatte ähnliche Zugkraft für die junge Generation.

Einen Höhepunkt erlebten die Gäste am Nachmittag des 5. Juli 2022 im Herzen Nürnbergs im Gerichtssaal der Nürnberger Prozesse. Ruth Weiss hatte in der Vergangenheit bereits mehrmals in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationszentrum Nationalsozialismus Begegnungen mit Jung und Alt zum Problemfeld Vorurteil und Diskriminierung durchgeführt. Für diese besondere Veranstaltung hat ihr die Stadt Nürnberg den nach Renovierungen nur begrenzt zugänglichen Saal weit geöffnet – mit Willkommensworten von Oberbürgermeister Marcus König, welche die Bedeutung des Ortes in würdigen Bezug setzten zu Ruth Weiss lebenslangem Wirken gegen Rassismus und Antisemitismus.

Ruth Weiss im Saal 600 am 5.Juli 2022
(c) rwg g.springer

Besonderer Anlass in einem besonders geschichtsträchtigen Ort, der dann auch ‚ausgebucht‘ war: 

5.7.2022 14.00 Uhr im Saal 600 des Nürnberger Justizgebäudes, Fürther Straße 110,

in welchem die Nürnberger Prozesse über die Naziverbrechen stattfanden.

Ruth Weiss sprach zum Thema:

Der Hass in der Gesellschaft und die Rolle der Propaganda.

Das PEN Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland dankte Ruth Weiss an jener Stelle mit einer Festschrift für ihre unermüdliche Arbeit gegen Vorurteil und Antisemitismus.  Unter dem vielsagenden Titel ‚ Wandernde zwischen den Welten‘ kommen viele der Menschen, die Ruth Weiss in langen Jahren ihres Schaffens begegnet sind , mit ihr gearbeitet, getrauert und gescherzt, Inspirationen ausgetauscht haben, in dieser Festschrift zu Wort . Sie wurde ihr in Nürnberg sozusagen am Vorabend ihres 98. Geburtstags vom Vorstand des Exil-PEN überreicht.

Die Laudatio des PEN von Prof. Andrei Markovits, der aus den USA angereist war, ‚wanderte‘ denn auch von der Würdigung der Autorin und ihres weltweiten Freundeskreises von Gleichgesinnten zur Würdigung ihres reichen Romanwerks, und wir werden sie an dieser Stelle bald für die Leserschaft bereitstellen.

Auszüge aus dem Presse-Echo finden sie in folgenden Links (Süddeutsche Zeitung) und (Nürnberger Nachrichten)

Auch einige Bilder aus dem Saal und die Beiträge des Vorstands des PEN deutschsprachiger Autoren im Ausland und Grussworte der Kulturreferentin der Stadt Fürth und des CEO des Verlegers der Festschrift, Königshausen&Neumann werden wir bald hier einstellen können, vielleicht nicht alle lieben Wünsche aus der Ruth Weiss Gesellschaft und des Publikums – darunter etliche weit gereiste Gäste.

Zur Beachtung: 

Nach der Ankündigung der (eintrittsfreien) Veranstaltung durch das PEN Zentrum und in unserem Verteiler waren soviele Anmeldungen eingegangen, dass sie ausgebucht war. Wir sind dankbar, dass das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus die Rede von Ruth Weiss aufgezeichnet hat und hoffen Ihnen diese später hier mit einem Link für Alle zugänglich machen können, die keinen Platz mehr fanden im Saal 600.