Die Stadt Lüdinghausen hat ihre frühere Mitbürgerin und Friedensfrau Ruth Weiss wunderbar in ihre Friedenstage miteinbezogen, ein Jahr nachdem sie 101jährig verstarb.
Ihr Portrait, von SchülerInnen gemalt, wird von weitem zum Lesen der KreativWand des Ruth Weiss Platzes in Lüdinghausen einladen, das als ‚offenes Klassenzimmer zu Flucht und Vertreibung‘ konzipiert wurde.
Der Ruth Weiss Platz Lüdinghausen wird am 25.September 2026 um 11:00 Uhr feierlich eröffnet

Die Stadt widmete diesen Platz 2022 Ruth Weiss und diesem Thema, mit dem die Namensgeberin zu ihren Lebzeiten in vielen Lesungen bei Jung und Alt um Verständnis für Flüchtlinge, Toleranz und Akzeptanz der Andersartigkeit aller Menschen, um friedliches Miteinander und Achtung der Menschenrechte warb.
In den letzten Jahren wurde das Konzept des Platzes weiterentwickelt, unter Einbeziehung von Ruth Weiss. In diesem Jahr hat die Stadt den Platz neu begrünt und ausgebaut – mit den KreativWänden, die regelmässig erneuert und aktualisiert werden sollen. Wiederum sind junge Leute am Werk, und die Arbeitsstelle Gerechtigkeit und Frieden eV. Lüdinghausen, in deren ‚Friedensräumen‘ Ruth Weiss mehrmals gelesen hat, koordiniert mit der Stadt und den Schulen am Ort seine Ausstattung.
Am Nachmittag werden dann PfadfinderInnen das Friedenslicht zum Beginn der Lüdinghauser Friedenstage zur Felizitas Kirche tragen, von wo aus über den Friedensweg und seine künstlerisch animierten Stationen der Ort der Abendveranstaltung (18 Uhr) erreicht wird, das Richard-von-Weizsäcker Berufskolleg .
Auf dem Marktplatz am 26.September „Kultur und Begegnung“ und ein abschliessender ökumenischer Gottesdienst um 17 Uhr.
Zu allen Veranstaltungen sind Sie alle herzlich eingeladen!

Freitag, 25. September (ab 18:00 Uhr): Friedensgespräche
Nach der offiziellen Eröffnung des Festes stehen im Richard-von-Weizsäcker Berufskolleg hochkarätige Fachvorträge auf dem Programm, auf dem Podium ua. Frau Ruth Gaby Vermot Mangold, langjährige Vorsitzende der FriedensFrauen Weltweit, Bern (PeaceWomen across the Globe, aus der Initiative entstanden, 1000 Frauen für den Friedensnobelpreis 2005 vorzuschlagen – Ruth Weiss war eine der 1000 Friedensfrauen). Im Anschluss folgt eine Podiumsdiskussion zu aktuellen friedenspolitischen Themen.
Samstag, 26. September (ab 11:00 Uhr): Fest auf dem Marktplatz
Der Samstag widmet sich dem kulturellen Austausch im öffentlichen Raum. Auf dem Marktplatz erwartet die Besucher ein vielfältiges Bühnenprogramm mit Chören, Live-Musik und Tanzdarbietungen. Zudem wird im Rahmen des Festes das Projekt „Vier Gesichter der Migration“ vorgestellt.
Die Ruth Weiss Gesellschaft wird mit einem Stand und Büchertisch mit jüngsten Veröffentlichungen vertreten sein – ua. ihre ‚Krimis mit Tiefgang‘ und letzte historische Romane – . Sie erinnern Ruth Weiss oder lernen sie über kurze Filme kennen und sind eingeladen zu „Zweitzeugen“ Diskussionsgruppen über ihre Zitate zu Friedensarbeit und Zivilcourage .
