Writing in Exile: Displacement and Identity in Ruth Weiss’ Work

Writing in Exile: Displacement and Identity in Ruth Weiss’ Work

by Julia Manstead, Honour School of Modern Languages (German) 2020

Den Grund, sich mit dem Thema zu befassen, beschreibt die Autorin so:

„Als ich 17 war, schrieb ich in der Schule einen Aufsatz über die Wahrheits- und Versöhnungskommission und die Nürnberger Prozesse.  Ich habe mich entschlossen, Deutsch an der Universität Oxford zu studieren (einem literaturbasierten Kurs). Für meinen ‚Extended Essay‘ (eine Dissertation oder ein Abschlussprojekt) an der Universität Oxford habe ich beschlossen, das Thema des Vergleichs von Südafrika und Deutschland fortzusetzen. Ich bin selbst halb Niederländerin, daher gibt es sprachliche und historische Verbindungen zu Südafrika, die mich interessieren. Als ich versuchte, einen Autor/Autorin zu finden, der/die auf Deutsch über Südafrika schrieb, stieß ich auf die Wikipedia-Seite von Ruth Weiss. Ich beschloss, mich eingehender mit Ruths Arbeit zu befassen, weil ich ein Interesse an Vertreibung und Identität habe, aber auch weil ich selbst Schwierigkeiten habe, meine eigene Identität zu bestimmen. Anfangs fiel es mir schwer, einen langen Aufsatz über Ruths Arbeit zu schreiben, da nur wenig Sekundärliteratur verfügbar war (zumindest im Vergleich zu den Themen, die andere Studenten über Goethe, Grass usw. schrieben), aber ich habe die Herausforderung wirklich genossen und erkannte zunehmend die Wichtigkeit, über eine Autorin zu schreiben, von der meine Studenten und meine Professorin nichts wussten.“

Ruth Weiss with part of her „extended family“ 2018

Summary

This essay is concerned with the writing of Ruth Weiss, a Jew who emigrated from Germany to South Africa in 1936. I begin by providing some historical context about German Jews emigrating to South Africa during the Third Reich and the attitudes to German Jews typically held by South Africans during this period. I will then explore the psychological toll that being exiled takes on refugees, drawing on the work of the cultural psychologist John Berry to consider why some immigrants are better able than others to adapt to life in a new host society. Arguably, Ruth
Weiss is an example of someone who successfully adapted to her new
circumstances, despite the fact that she was highly critical of South Africa.

More