Interessante Pfingstwoche mit Zweitzeugenlesungen in NRW Schulen zum Leben von Ruth Weiss und ihrer Lebensarbeit gegen Rassismus, Antisemitismus und Vorurteil.
Was mit Erfahrungen Ausgrenzung als Kind in der Nazizeit begann und sich mit den Eindrücken vom Rassismus im Südafrika der Apartheid wie ein roter Faden durch Ruth Weiss‘ Leben zog : ihre Erkenntnis, dass eine klare Ansage vonnöten ist, wenn Menschen diskriminiert werden.
Wie nur kann diese Erkenntnis im Alltag umgesetzt werden? Wie kann das Erinnern an das Unrecht und Verbrechen der Nazizeit in positive Aktion in der heutigen Zeit umgesetzt werden?
An mehreren Schulen traf Lutz Kliche als Ruth’s Zweitzeuge auf reges Interesse, aber auch intensive Gespräche über die Schwierigkeit junger engagierter Leute, die notwendige Zivilcourage gegen Vorurteil und Hass im Alltag und in den sozialen Medien zu zeigen.
Hier ein Auszug aus dem Bericht des Petrinum Gymnasiums Recklinghausen
„Weiterhin bringt Herr Kliche Schilderungen aus seinen Gesprächen mit der Holocaustüberlebenden ein, die er als Lektor und Unterstützer ihrer Lesungen seit den 1980er Jahren begleitet hat, und sucht auch immer wieder mit den Jugendlichen über das Gehörte und das Geschehene den Austausch, was vom Plenum angeregt aufgenommen wird. Denn vor allem die Ungerechtigkeiten und menschenverachtenden Maßnahmen des NS-Regimes, die Ruth bereits als junges Mädchen einer jüdischen Familie erleiden musste, stimmen die Zuhörenden sehr nachdenklich.“
Das Fazit von Ruth Weiss wird weiter diskutiert werden, auf dem Pausenhof und im Freundeskreis :
„Unsere Welt ist dazu da, dass wir sie verändern und besser machen. Schaut nicht weg, wenn ihr Zeuge von Ungerechtigkeit und Unrecht werdet. Nehmt es nicht einfach hin! Werdet aktiv, handelt – es gibt dafür so viele Möglichkeiten!“
*Die RWG dankt dem Petrinum für die Nutzung des Fotos.

